Öko-Denken

Kompostierbares Gedankengut für eine bessere Zukunft

Virtuelles Wasser ist echtes Wasser

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 13. August 2009 • Kategorie: Der erste Artikel, Stand der Dinge

Der Begriff “Virtuelles Wasser” hat das Potential zur echten Spaßbremse. Deshalb hier eine Linie. Als letzte Chance, nicht weiter zu lesen.


Na dann. Die eine Tasse Kaffee, die ich gerade trinke, sorgt für einen Verbrauch von ungefähr 140 Litern Wasser. BAM.

Das liest sich übel, für uns passionierte Wassersparer in diesem Land. Der hohe Wert setzt sich aus dem Verbrauch wärend der Anzucht der Kaffee-Pflanzen, der Verarbeitung der Bohnen, der Herstellung der Verpackung und des Transportes zusammen. Es handelt sich um richtiges, handfestes Wasser, welches tatsächlich verbraucht wird.

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Meinem Blog sein Freund, der Baum

Geschrieben von Axel Christ • Montag, 10. August 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Viele unserer heutigen Freizeitbeschäftigungen sind nicht gut für die Umwelt. Und selbst wenn ich meine Zeit nur damit verbringe, online zu recherchieren, was alles schlecht für die Umwelt sein könnte, dann ist das schlecht für die Umwelt. Denn dafür nutze ich einen Computer und eine Infrastruktur aus Kabeln und Geräten, um auf einen Server zuzugreifen. Strom wird verbraucht, Hardware wird produziert, gewartet und verschrottet. Eventuell atme ich beim Surfen sogar aus oder lasse gar einen fahren. Leise. In den Sessel.

Dagegen hilft es, Bäume zu pflanzen! Denn wer pflanzt furzt zwar auch, aber immerhin nicht in geschlossenen Räumen. Oder vielleicht doch? Bei I Plant A Tree1 kann man jetzt für ein bis zwei Euro einen Baum in die Welt setzen lassen, ohne den Computer zu verlassen. Oder aber auch einen tatsächlich selbst gepflanzten Baum registrieren.

Den Pflanz-Service von I Plant A Tree kann man auch ganz kostenfrei bekommen, wenn man ein Blog hat und bei kaufDA2 vorbei schaut. Diese Seite ist hauptsächlich dafür bekannt, die ganzen Werbeprospekte digital im Internet zur Verfügung zu stellen, die einem immer den Briefkasten verstopfen. Das erlaubt es einem, den typischen “Keine Werbung”-Aufkleber anzubringen, ohne Sonderangebote zu verpassen. In einer aktuellen Aktion können 750 Blog-Schreiber ein kleines, verlinktes Banner auf ihren Seiten einbinden und einen Artikel zum Thema verfassen, dafür zahlt kaufDA dann einen Baum bei iplantatree.org. Damit soll der CO2-Ausstoß eines normalen Blogs neutralisiert werden.

Klingt nach einer Win-Win-Situation. Für mich wird ein Baum gepflanzt und kaufDA bekommt 750 sehr hochwertige Blog-Links für nur einen Euro pro Stück. Ich hoffe, die Macher sponsern dabei auch mindestens einen eigenen Baum, um den zusätzlichen Blog-Inhalt und -Verkehr aufzuwiegen.

1 http://iplantatree.org/index.html

2 http://www.kaufda.de/umwelt/co2-neutral/

Algen haben Augen, was sagt die Karotte dazu?

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Wissenschaftler der Universität Hiroshima behaupten bei diversen Algenarten eine Sehfähigkeit festgestellt zu haben1. Die Algen sollen diese Fähigkeit angeblich nutzen, um sich eine geräumige Koralle in guter Wohnlage suchen zu können. Da wird es Zeit für den Vegetarier in uns sich zu fragen, ob wir dann bald schon keine Karotten mehr essen dürfen, weil wir merken, dass auch Gemüse denkendes und fühlendes Leben ist.

In diesem Fall heißt es aber: Keine Angst. Zum Glück ist Wikipedia schlauer als wir und weiß, dass Algen gar keine Pflanzen sind, obwohl sie Photosynthese betreiben2. Der Sprung zur Karotte ist also doch noch etwas weiter, als für einen Moment angenommen.

Das Thema ist damit aber nicht vom Tisch, denn es erinnert mich an einen Artikel über Bäume, den ich vor langer Zeit einmal gelesen habe. Dort hieß es, dass Bäume bei Schädlingsbefall ihre Umgebung warnen können. Ich habe gerade mal danach gegoogelt und einen netten Artikel gefunden3. Aus der Schweiz, dem Land, in dem Pflanzen eine in der Verfassung verankerte Würde haben. Dort heißt es:

Pflanzen nehmen Duftstoffe, Licht, Töne, Chemikalien, Vibrationen, Schwerkraft oder Temperatur wahr. Sie nehmen diese Informationen auf und reagieren darauf, indem sie zum Beispiel das Wachstum ändern, oder die Anzahl Blätter oder die Dicke des Stängels. Pflanzen sind also fähig, Umweltsignale zu registrieren, intern weiterzuleiten und zu verrechnen. Sie sind fähig, ihr Verhalten als Antwort darauf zu verändern.

Also: Schnell noch einen Salatteller essen, solange es ethisch noch vertretbar ist!

1 http://pressetext.com/news/090730018/korallenalgen-besitzen-augen-zur-orientierung/

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Alge

3 http://www.blauen-institut.ch/tx_blu/tf/tf_gid_pflanzen.html

Bio-Lebensmittel sind für Esser nicht gesünder

Geschrieben von Axel Christ • Freitag, 31. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hat Bio-Lebensmittel mit ihren konventionellen Gegenstücken verglichen1 und hat beim Nährstoffgehalt kein relevantes Gesundheitsplus für die Bio-Variante erkennen können. Wundert das irgendjemanden? Mich nicht. Warum sollte ein Bio-Lebensmittel tolle Nährstoffe enthalten? Wenn, dann sollte man den Schadstoffgehalt vergleichen, besonders bei Obst und Gemüse direkt auf der Haut oder Schale. Und überhaupt, beim Bio-Kaufen geht es mir nicht nur um mich als Esser der Produkte sondern natürlich auch allgemein um den Umweltschutz und eventuell noch um die Unterstützung kleiner Läden und Hersteller aus der Region. Dieser Idealismus geht natürlich dem ein oder anderen Einkäufer ab.

Also: Die Studie an sich mag schon in Ordnung sein. Man darf sie nur, wie alle Studien, nicht falsch interpretieren. Ich werde beim Essen eben nicht dadurch gesünder, dass ich Bio-Fleisch esse, sondern eher dadurch, dass ich den Anteil an Obst und Gemüse erhöhe.

Hoffentlich hält sich der Schaden für die Bio-Branche in Grenzen.

1 http://www.lshtm.ac.uk/news/2009/organicfood.html

Greenpeace malt mit Fingerfarben

Geschrieben von Axel Christ • Donnerstag, 30. Juli 2009 • Kategorie: Stand der Dinge

Für die Typographen unter uns: Das “S” ist offensichtlich nicht ganz leicht zu zeichnen.
HP steht dieser Tage auf der Grün-Skala für High-Tech-Produkte von Greenpeace recht schlecht da. Und weil die Jungs und Mädels des grünen Friedens immer gerne mal über Zäune und Fassaden klettern, haben sie das Dach des Hauptsitzes von HP in Palo Alto mit einem riesigen Schriftzug versehen. Dazu wurden ungiftige Fingerfarben verwendet. Ich liebe diese kleinen Details.

Auf CNET findet sich ein Statement von HP, in dem HP sich für toll und Greenpeace für böse erklärt. Das klingt nicht gerade nach dem Beginn einer Freundschaft.

In der Vergangenheit stand Apple eine Weile lang am Ende der Liste. Dort wurde auf die Kritik mittlerweile allerdings reagiert und man hat sich auf der Skala deutlich nach vorne verschoben.