Öko-Denken

Kompostierbares Gedankengut für eine bessere Zukunft

Datenfluss im Internet öptimieren

Geschrieben von Axel Christ • Montag, 7. September 2009 • Kategorie: Technologie

Bei heise.de bin ich gerade über einen Artikel gestolpert1, laut dem sich Forscher des MIT und der Carnegie Mellon University damit beschäftigt haben, wie große Internet-Unternehmen (Google, Microsoft, etc.) durch intelligente Lastverteilung ihre Stromkosten senken können. Solche Firmen betreiben in der Regel Rechenzentren an verschiedenen Standorten. Wenn ich beispielsweise www.google.de in meinen Browser eintippe, kann meine Anfrage von unterschiedlichen Servern an weit voneinander entfernten Orten beantwortet werden. Die Verteilung aller Anfragen auf verschiedene Server geschieht derzeit in der Regel nur unter Performance-Gesichtspunkten. Man versucht, die Arbeit gleichmäßig auf alle Server zu verteilen, um möglichst schnelle Antwortzeiten zu erreichen. Ein neuer Algorithmus soll nun die lokalen Schwankungen der Strompreise mit einbeziehen, so dass die Server, die den günstigsten Strom beziehen, stärker ausgelastet werden.

Das ist bis dahin erst mal kein Öko-Thema. Es geht nur um Geld. Ich lese die Meldung trotzdem gerne, denn in der Vortsetzung ergeben sich Möglichkeiten, die auch unserer Umwelt helfen:

  1. Öko-Strom ist/wird günstiger
    Vom Atomstrom wird gerne behauptet, dass er billiger zu haben wäre. Diese Meinung bröckelt aber derzeit2. Und je mehr große Wind-, Solar- oder Wasserkraft-Anlagen zur Stromgewinnung in Betrieb genommen werden, desto tiefer werden die Öko-Strom-Preise fallen.
  2. Möglichkeit der Abschaltung
    Die derzeitige, gleichmäßige Verteilung der Anfragen auf alle Server bedingt, dass die gesamte Hardware ständig in Betrieb sein muss. Bei einer Verteilung nach Strompreis ergäbe sich eine ungleichmäßige Auslastung, die dann am jeweils teureren Standort teilweise Abschaltungen ermöglichen könnte.

1 http://www.heise.de/newsticker/Datenweiterleitung-nach-Strompreis—/meldung/144689

2 http://www.klimaktiv.de/article69_8498.html
und http://www.vorwaerts.de/nachrichten/atomkraft-macht-strom-nicht-billiger

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