Öko-Denken

Kompostierbares Gedankengut für eine bessere Zukunft

Globalisierung. Der einzige Weg.

Geschrieben von Axel Christ • Dienstag, 4. August 2009 • Kategorie: Menschliches

Die Globalisierung. Ein Reizwort. Ohne sie wäre Vieles anders, gerade in unserem Land, wir waren immerhin mal Export-Weltmeister. Trotzdem erfreut sie sich keiner Beliebtheit. Sie macht auch Vieles schlechter. Lokale Betriebe verkümmern im Angesicht der weltweiten Konkurenz. Produkte werden aus Ländern importiert, denen wir nicht trauen. Arbeitslosenzahlen im Land steigen. Kurz: die Globalisierung ist schlecht. Könnte man sie ungeschehen machen, viele würden es tun.

Manchmal denke ich allerdings, so schlecht ist das alles gar nicht. Es findet ein Ausgleich statt. In armen Ländern gibt es mehr Arbeit, wenn es bei uns weniger gibt. Ich glaube, aus unserer Sicht sieht das alles nur so schlecht aus, weil wir recht weit oben auf der Leiter stehen. Bei einem weltweiten Einpendeln auf ein einheitliches Niveau gehören wir zwangsläufig zu den Verlierern. Aber muss man sich denn als Verlierer sehen? Kann man nicht auch gerne teilen? Glück ist nicht direkt von der Menge des Besitzes abhängig, sondern davon, wie ich mich im Vergleich mit meinem Umfeld einordne. Geht es mir gut, verglichen mit den Leuten, die ich kenne? Werde ich respektiert? Habe ich eine Stellung in der Gesellschaft? An diesen Punkt kann ich auch durch Geben kommen, nicht nur durch Nehmen!

Und was ist mit der Umwelt? Wir machen in unserer industrialisierten Welt die Natur kaputt und die armen Länder dürfen es mit ausbaden? Ja, das hat aber mit Globalisierung nichts zu tun. Das würde auch passieren, wenn wir nie über unseren Tellerrand raus schauen und die armen Länder gar nicht kennen würden. Denn Umweltgifte und Klimaänderungen kennen keine Grenzen. Die Globalisierung führt also auch hier am Ende eher dazu, dass wir uns zumindest einer Schuld bewusst werden und eventuell einen Ausgleich versuchen.

Womit wir an einen zentralen Punkt gelangen: Die Umwelt ist global. Daran können wir nichts ändern. Damit hat auch unser jegliches Handeln immer globale Auswirkungen. Der einzig faire Weg mit dieser gegebenen Situation umzugehen, wäre, umgehend alle Grenzen zu öffnen. Jeder Mensch muss das Recht haben, sich genauso frei über die Kontinente zu bewegen, wie der Wind. Natürlich gäbe das erst mal ein riesiges Chaos. Alle würden an die schönsten Orte ziehen. Aber da diese Orte dann bald nicht mehr schön wären, würden sich die Leute auch wieder verstreuen. Und in ein paar Generationen könnten alle mittelglücklich leben. Vielleicht sogar ganz glücklich.

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